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Ist Quiet Quitting ein Generationenproblem?

Nein. Quiet Quitting ist kein Generationenproblem. Studien zeigen, dass die emotionale Bindung an Unternehmen seit Jahren über alle Altersgruppen hinweg niedrig ist. Das Phänomen betrifft sowohl Berufseinsteiger als auch erfahrene Fach- und Führungskräfte.

Es ist verlockend, die Ursache bei „der jungen Generation“ zu suchen oder bei veränderten Werten, Erwartungen oder Kommunikationsstilen. Doch ein genauerer Blick zeigt ein anderes Bild: Die emotionale Bindung an Unternehmen ist seit vielen Jahren relativ gering. Engagement-Studien, etwa von Gallup, bestätigen diesen Trend regelmäßig.

Quiet Quitting ist deshalb kein TikTok-Trend und kein Zeichen eines Werteverfalls. Häufig ist es Ausdruck davon, dass Menschen lernen, ihre Energie bewusster einzusetzen. Mitarbeitende möchten verstehen, wofür sie sich engagieren und welche Erwartungen an sie gestellt werden.

Das betrifft Beschäftigte in allen Altersgruppen. Wenn Engagement fehlt, lohnt sich deshalb weniger der Blick auf das Geburtsjahr – sondern auf die Rahmenbedingungen:

  • Gibt es klare Erwartungen?
  • Werden Mitarbeitende wirklich beteiligt?
  • Wird Leistung gesehen und wertgeschätzt?

Langfristiges Engagement entsteht vor allem dort, wo Menschen Orientierung, Einflussmöglichkeiten und eine gesunde Arbeitskultur erleben.

Sprache ist manchmal kompliziert – wir nicht. Wir nutzen meist die männliche Sprachform, meinen aber immer Dich.