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Was ist Quiet Quitting?

Quiet Quitting wird meist im Arbeitskontext verwendet, lässt sich jedoch auch auf andere Lebensbereiche übertragen – insbesondere auf Beziehungen.

Im Job bedeutet Quiet Quitting, dass Mitarbeitende ihre Aufgaben weiterhin zuverlässig erfüllen, jedoch bewusst auf zusätzliche Leistungen verzichten. Sie übernehmen keine Extraverantwortung mehr, engagieren sich weniger über das notwendige Maß hinaus und setzen klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben.

In Beziehungen zeigt sich Quiet Quitting ähnlich – allerdings auf emotionaler Ebene. Eine Person bleibt zwar in der Partnerschaft, zieht sich jedoch innerlich zurück. Gespräche werden oberflächlicher, Konflikte werden nicht mehr aktiv geklärt und das Engagement für die Beziehung nimmt ab.

Gemeinsam ist beiden Formen:

  • ein schrittweiser innerer Rückzug
  • reduzierte emotionale oder persönliche Investition
  • Fokus auf das „Notwendige“ statt auf Entwicklung oder Verbesserung
  • der Versuch, die eigene Energie zu schützen

Quiet Quitting ist daher weniger ein Zeichen von Desinteresse oder Faulheit, sondern häufig eine Reaktion auf Erfahrungen wie Überforderung, fehlende Wertschätzung oder das Gefühl, nicht gehört zu werden.

Sowohl im Job als auch in Beziehungen ist Quiet Quitting oft ein Signal:
Etwas Wichtiges wurde über längere Zeit nicht angesprochen oder nicht verändert.

Sprache ist manchmal kompliziert – wir nicht. Wir nutzen meist die männliche Sprachform, meinen aber immer Dich.